go4IT! — Roboter–Workshops für Schulen
Konzept des Projektes go4IT!
Im Projekt go4IT! verfolgen wir ein nachhaltiges, erfolgreiches Konzept für die Informatikbildung. Das Projekt go4IT! ist als ein 3-stufiges Programm konzipiert. In einer Aufbauphase orientieren wir uns zunächst an dem Konzept der TU München Mädchen machen InformatikInhalte
In der Anfangsphase des Projektes lernen Mädchen der 6. – 7. Klasse die Konstruktion eines einfachen LEGO-Roboters sowie das Vorgehen, wie man ihm anschließend „beibringt“, was der Roboter tun soll. Schon scheinbar einfache, selbstgestellte Aufgaben wie Kurven fahren, einem Parcours folgen oder Hindernissen ausweichen, fordern die Mädchen, ohne sie zu überfordern. Ziel ist es, dass (negative) Selbst- und Fremdwahrnehmung revidiert werden, ehe sie sich verfestigt haben. Insgesamt wird den Teilnehmerinnen in den go4IT!-Workshops ein spielerischer, handlungsorientierter Zugang zu Technik und Informatik geboten, indem Anfassen, Erleben und Ausprobieren die zentralen Aspekte sind. Dabei werden Grundkenntnisse durch Spaß und Erfolgserlebnisse gestützt vermittelt. Teilnehmerinnen sollen ihr Selbstvertrauen im Umgang mit Technik steigern, ihre eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten entdecken, Hemmschwellen überwinden und Skepsis gegenüber Informatik und Technik abbauen.Betreuung
Die Workshops werden von Zweierteams geleitet, die geschlechtsheterogen zusammengestellt (mindestens eine Referentin) werden, damit eine Vorbildfunktion von Referentinnen greifen kann. Der besondere Charme des explorativen Unterrichten der Workshops liegt in der Rolle der Referentinnen und Referenten, die nicht mehr auf Fehler hinzuweisen brauchen, sondern sich auf Beratung, Ermutigung und Moderation beschränken können. Dadurch wird ein für die Teilnehmerinnen angenehmes Lernklima geschaffen. Besonders unterstützend wirkt, dass die Referentinnen und Referenten nicht dem Lehrkörper der Schule angehören. Damit gibt es keine Voreingenommenheit zwischen diesen und den Teilnehmerinnen und Aspekte der Notengebung spielen keine Rolle.Erweiterung
Die aufbauenden Workshops sollen Inhalte anderer Fächer einbeziehen und die Brücke zwischen realer und virtueller Welt schlagen. Die Interdisziplinarität als Kerneigenschaft der Informatik soll sich somit in den neu zu entwickelten Lehreinheiten des Projekts widerspiegeln. Im Zusammenspiel mit den Inhalten anderer Fächer kann Informatik in interdisziplinären Lehreinheiten als nützlich und gewinnbringend erkannt werden, indem informatische Inhalte und Methoden helfen Problemstellungen in anderen Fächern zu lösen. Diese Empfehlung gründet sich auf die Erkenntnis, dass Mädchen und junge Frauen eher kooperativ und gebrauchswertorientiert mit dem Computer umgehen und auch Interessen an den gesellschaftlichen Wirkungen der Informationstechnologie zeigen Mädchen und (später auch Jungen) sollen so den Raum erhalten, ihre Fähigkeiten für Informatik, Naturwissenschaft und Technik zu entdecken, zu erproben und weiter zu entwickeln und damit auch technische Inhalte als sinnvoll zu erleben. Dabei geht es um die Entwicklung von Fähigkeiten wie Wahrnehmen, Beobachten, Fragen, Zusammenhänge erschließen, Schlüsse ziehen, Mut zum Irrtum haben, Ausprobieren, Misserfolge bewältigen, Planen sowie Strategien erarbeiten, Erkenntnisse zielgerichtet anwenden und das Erreichte lernprozessbegleitend kontrollieren. Gleichzeitig wird durch das gemeinsame Erarbeiten und Vorstellen von Ergebnissen die Teamfähigkeit und Kommunikationsfähigkeit geschult und Einfluss auf die Entwicklung von „social skills“ genommen. ®Created by leonhardt. Last Modification: Dienstag, 27. Oktober 2009 13:58:18 by leonhardt.
